Geld verschenken, aber wie viel?

Glück kann man nicht kaufen, fast alles andere schon. Deshalb ist Geld als Geschenk so beliebt. Welcher Betrag angemessen ist? Das kommt auf den Anlass, die eigenen Finanzen und die Beziehung zur beschenkten Person an.

Text: Sarah Lohmann

Geld zur Taufe, zur Hochzeit, zum Geburtstag und zu Weihnachten: Inzwischen sind die Scheine längst zur gängigen Alternative geworden. Etwa 30 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen haben zu Weihnachten 2023 Geld verschenkt, und 62 Prozent der Frauen und Männer wünschten sich Geld als Hochzeitsgeschenk.

Wenn es allerdings um die Höhe des Geldgeschenks geht, gibt es oft Unsicherheiten. Stefanie Zahrte, Referentin für Finanzbildung privater Haushalte beim Beratungsdienst Geld und Haushalt der Sparkassen-Finanzgruppe, erklärt, dass Geschenke allgemein sehr persönliche Angelegenheiten seien, und das gelte auch fürs liebe Geld: „Die eigenen finanziellen Möglichkeiten, die Beziehung zu der beschenkten Person und der Anlass sind Aspekte, die berücksichtigt werden sollten.“

Konkrete Beträge sind also schwer zu definieren, weil es viele Individualitäten gibt. Grobe Richtwerte zur Orientierung gibt es trotzdem (siehe Tabelle). Generell gilt: Bekannte können weniger als Freunde schenken, während es für Familienmitglieder oft schnell dreistellig werden kann. Und auch bei den Anlässen gibt es ein Ranking: Zu Taufen liegen die Beträge zwischen 10 und 30 Euro, während bei Hochzeiten selbst Bekannte üblicherweise 20 bis 50 Euro schenken – und Familienmitglieder gern Beträge über 200 Euro.

Gemeinsam sammeln

Besonders zu größeren Anlässen wie runden Geburtstagen oder Hochzeiten sind Sammelgeschenke eine gute Lösung. Oft wird dann für eine teurere Anschaffung gesammelt, beispielsweise ein E-Bike oder die Hochzeitsreise. Deshalb sollte man, so Stefanie Zahrte, diesen Weg nur dann mitgehen, wenn man sich dadurch nicht unter Druck gesetzt fühlt, besonders viel dazugeben zu müssen. Anderenfalls sollte man sich heraushalten und lieber individuell etwas schenken.

Um mit dem Geldbetrag auf der sicheren Seite zu sein, sei es außerdem legitim, bei anderen Gästen nachzufragen – zum Beispiel, wenn man sich in einem anderen Kulturkreis bewege oder den Rahmen der Feier nicht wirklich einschätzen könne. Zahrte rät: „Man sollte sich vorher ein Limit setzen und sich nicht durch andere zu Geschenken verleiten lassen, die die eigenen Finanzen sprengen.“

Laut der Expertin geht es beim Schenken grundsätzlich nicht um die überreichte Geldsumme, sondern um die Absicht hinter dem Geschenk. Selbst 10 Euro seien in Kombination mit etwas Immateriellem gut als Geschenk geeignet. Und mit einer kreativen Verpackung, die zum Anlass und zur beschenkten Person passe, könne ein niedrigerer Betrag sogar durchdachter und persönlicher wirken als eine hohe Summe ohne liebevolles Drumherum. Besonders beliebt: Geldscheine zu Origami-Figuren falten (siehe unten).

Alternativen zum Geldgeschenk

Für ein kleineres Geldgeschenk rechtfertigen, weil es beispielsweise finanziell gerade etwas klamm aussieht, muss sich laut Stefanie Zahrte allerdings niemand. Vielmehr gelte es, zu überlegen, ob dann ein Geldgeschenk wirklich das Richtige sei. „Eine gemeinsame Aktivität, ein selbst gekochtes Dinner, ein Ausflug sind dann vielleicht besser geeignet“, erklärt sie.

Das gelte umso mehr, je enger die persönliche Beziehung zur beschenkten Person sei. Eine andere Lösung für den Fall, dass das Geldgeschenk nicht ganz so hoch ausfallen kann und man den Wunsch verspürt, diesen Umstand zu begründen, bietet möglicherweise der Trend des Loud Budgetings.

Dabei äußert man bewusst gegenüber Freunden und Verwandten, dass man weniger Geld ausgeben möchte, um ein finanzielles Ziel zu erreichen. „Einerseits ist es eine Verpflichtung an sich selbst, andererseits nimmt es den sozialen Druck, teure Geschenke machen zu müssen“, erläutert die Finanzexpertin.

Zusammengefasst bedeutet das: Geldgeschenke sind dann angemessen hoch, wenn sie den persönlichen Lebensumständen entsprechen, den eigenen Finanzen nicht schaden und vor allem von Herzen kommen – ohne Druck von außen. Wer sich unsicher ist oder gerade knapp bei Kasse, greift besser zu einer Alternative.

 

Kleine Kunstwerke

Mit ein paar Handgriffen wird aus einem Schein eine Origami-Figur.

Geld nur in den Umschlag zu stecken oder aufs Konto zu überweisen, ist einfallslos. Persönlicher wird es, wenn Sie die Scheine mit ein paar Handgriffen in eine Origami-Figur verwandeln und zwischen Süßigkeiten oder Dekoartikeln verstecken. Beliebte Origami-Figuren:

  • Fächer und Boote sind mit am einfachsten zu falten.
  • Unter den Symbolen sind Herzen (etwa zu Hochzeiten und am Valentinstag) oder Sterne (vor allem zu Weihnachten) sehr beliebt.
  • Auch Tiere sind weitverbreitet, allerdings meist etwas für Fortgeschrittene. Populäre Tiere sind Elefanten und Schmetterlinge; etwas einfacher sind Fische.

Fotos Mauritius Images

 

 

 

 

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