Vermögensbarometer 2025: Zu wenig Wissen über Wertpapiere

Vielen Menschen ist bewusst, dass Wertpapiere für den langfristigen Vermögensaufbau gut geeignet sind. Dennoch werden Aktien, Fonds und ETFs nur selten genutzt. Aktuell besitzen lediglich 28 Prozent der Befragten Wertpapiere. Das zeigt das Vermögensbarometer 2025, die jährliche Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Dabei können die Kundenberaterinnen und -berater der Sparkasse Neuss helfen.

Die Stimmung dreht sich. Nach Jahren, die von Pandemie, Energiekrise und Inflation geprägt waren, blicken viele Menschen in Deutschland zuversichtlicher auf ihre finanzielle Lage. 41 Prozent der Befragten bewerteten laut Vermögensbarometer im Herbst 2025 ihre finanzielle Situation als „gut“ oder „sehr gut“ – drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die ihre Lage als „schlecht“ bezeichnen, auf neun Prozent gesunken.

Besonders ausgeprägt ist der Optimismus bei jungen Menschen: 71 Prozent der 16- bis 29-Jährigen gehen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation in den kommenden zwei Jahren verbessern wird. „Die Menschen in Deutschland schöpfen wieder Vertrauen“, sagt dazu DSGV-Präsident Ulrich Reuter. „Vertrauen in ihre eigene Kraft, in ihre finanzielle Stabilität und in die Möglichkeiten, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.“

Mit der Zuversicht steigt auch das Bewusstsein für die eigene Verantwortung. 63 Prozent der Befragten haben bereits Maßnahmen für ihre Altersvorsorge ergriffen oder planen konkrete Schritte. Gerade in den jüngeren Altersgruppen zeigt sich Bewegung.

Wertpapiere: erkannt, aber noch zu selten genutzt

Trotz hoher Sparneigung bleibt die Anlagekultur in Deutschland stark sicherheitsorientiert. Gespart wird vor allem auf Tages- oder Festgeldkonten. 36 Prozent nutzen Tagesgeld, 19 Prozent Festgeld. Beim Vermögensaufbau gehen 51 Prozent ausschließlich Geldanlagen ohne Risiko ein und nehmen dafür geringere Ertragschancen in Kauf. Nur 18 Prozent sind bereit, in überschaubarem Umfang Risiken zu tragen, um höhere Renditen zu erzielen.

Dabei werden Aktien, Fonds und ETFs deutlich häufiger als sinnvoll eingeschätzt, als sie tatsächlich genutzt werden. Nur gut jeder Vierte besitzt aktuell Wertpapiere. Weitere 16 Prozent waren früher investiert, mehr als die Hälfte hatte noch nie ein Depot.

Hinter dieser Zurückhaltung stehen vor allem Unsicherheiten. 35 Prozent der Nicht-Anlegenden geben an, die Risiken nicht richtig einschätzen zu können. 29 Prozent fürchten Geldverluste, 26 Prozent haben kein Vertrauen in die Märkte, 25 Prozent empfinden den Kapitalmarkt als schwer durchschaubar.

Wer investiert, glaubt an die Vorteile

Das Vermögensbarometer zeigt zugleich: Wer investiert, tut dies meist mit langfristiger Perspektive. 51 Prozent der Wertpapierbesitzenden nennen bessere Ertragschancen als Motiv, 31 Prozent wollen ihr Geld inflationssicher anlegen. Für viele gehört das Depot ausdrücklich zur Ruhestandsplanung. 44 Prozent der Wertpapierbesitzenden sind überzeugt, dass sich Wertpapiere gut für die Altersvorsorge eignen.

DSGV-Präsident Reuter betont: „Bei Wertpapieren geht es nicht um Spekulation, sondern um Teilhabe am gesamtwirtschaftlichen Wertzuwachs. Wer langfristig Vermögen aufbauen und für das Alter vorsorgen will, kommt an produktiven Anlagen nicht vorbei.“

Finanzbildung als Schlüssel: Wissen schafft Vertrauen

Nach Einschätzung des DSGV ist fehlendes Wissen ein zentrales Hemmnis. Laut Studie bewerten lediglich 28 Prozent der Befragten ihre Kenntnisse über Wertpapiere als gut oder sehr gut. Ein Drittel gibt an, von Wertpapieren wenig oder gar nichts zu verstehen. „Der Zugang zu Kapitalmärkten ist keine Frage des Einkommens – er ist eine Frage der Bildung, der Transparenz und der Begleitung“, sagt Reuter. Finanzbildung müsse fester Bestandteil des Alltags werden. Nur wer Zusammenhänge verstehe, könne Chancen und Risiken realistisch einschätzen.

Das Vermögensbarometer unterstreicht diese Einschätzung: Unter den Nicht-Anlegenden wünscht sich jeder Fünfte ein einfach erklärtes Einstiegsprodukt. 16 Prozent nennen risikoarme Angebote, 13 Prozent ein persönliches Gespräch bei ihrer Hausbank als möglichen Impuls, um sich dem Thema zu nähern. Der Bedarf an Orientierung ist groß.

Hier setzen die Sparkassen an. Denn wer sein Geld anlegen möchte, muss einfach nur bei seiner Kundenberaterin oder seinem Kundenberater bei der Sparkasse Neuss nachfragen – und wird dort sachlich, fachlich und objektiv aufgeklärt. Denn: Die Beraterinnen und Berater der Sparkassen erhalten keine Provision für vermittelte Anlagen – anders als viele sogenannte Berater im Internet.

Doch die Sparkassen tun noch mehr. Mit Angeboten wie dem Beratungsservice „Geld und Haushalt“, dem Sparkassen-Schulservice oder dem Planspiel Börse erreicht die Sparkassen-Finanzgruppe jedes Jahr über zwei Millionen Menschen. Ziel ist es, Grundlagen zu vermitteln, Zusammenhänge verständlich zu machen und früh Vertrauen aufzubauen. Reuter beschreibt den Anspruch so: „Wer früh versteht, wie Kapitalmärkte funktionieren, gewinnt Sicherheit – und schafft damit die Basis für die eigene Zukunftssicherung.“

Foto: Midjourney

 

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