Am 18. November 2026 bringen The Prodigy ihre explosive Mischung aus Elektro, Breakbeats und Punk in die Mitsubishi Electric Halle nach Düsseldorf. Auf dem Programm stehen Klassiker wie „Firestarter“, „Breathe“, „Voodoo People“ sowie neuere Titel. S-Quin-Kunden können beim Ticketkauf von Vorteilen profitieren.
Wer bei The Prodigy an die 90er-Jahre denkt, liegt nicht falsch. Allerdings übertragen The Prodigy ihre Musik immer wieder in die Gegenwart. Bei ihren Konzerten herrscht auch heute noch immer die Energie eines Rockkonzerts. Stillstehen dürfte an diesem Abend daher schwierig werden. Außer in Düsseldorf treten die Briten um Liam Howlett und Maxim nur noch zwei weitere Male in Deutschland auf; am 20. November in Stuttgart und am 21. November in Berlin.
Von der Rave-Szene in die größten Hallen
Die Geschichte von The Prodigy beginnt 1990 im englischen Essex. Kopf der Gruppe ist bis heute Liam Howlett, der die Musik schreibt, produziert und auf der Bühne an den elektronischen Instrumenten steht. Mit dem Debütalbum „Experience“ und Stücken wie „Out of Space“ wurde die Formation Anfang der 1990er-Jahre zunächst in der britischen Rave-Szene bekannt. Schon damals verband Howlett schnelle elektronische Rhythmen mit Samples und Elementen aus Hip-Hop, Punk und Rock. Der endgültige Durchbruch über die Clubszene hinaus gelang mit „Music for the Jilted Generation“ von 1994. Songs wie „Voodoo People“ und „Poison“ kombinierten massive Breakbeats mit Gitarrenriffs und machten deutlich, dass sich The Prodigy in keine musikalische Schublade einordnen ließen.
Zum weltweiten Phänomen wurden The Prodigy schließlich Mitte der 1990er-Jahre. „Firestarter“ erreichte 1996 Platz eins der britischen Charts. Das dazugehörige Video mit Keith Flint, seinen markanten Haaren und seinem beinahe manischen Auftritt machte den damaligen Tänzer der Gruppe praktisch über Nacht zum Gesicht der Band. Ein Jahr später erschien „The Fat of the Land“ mit „Firestarter“, „Breathe“ und „Smack My Bitch Up“. Das Album erreichte in 22 Ländern die Spitze der Charts.
Damit führte die Band Raver, Techno-Fans und Rockpublikum zusammen. Elektronische Musik funktionierte plötzlich auch vor Zehntausenden Menschen auf großen Festivalbühnen. Die Songs waren aggressiv und tanzbar zugleich, die Konzerte wirkten eher wie Punkshows mit Synthesizern als wie klassische DJ-Auftritte.
2019 musste die Band einen tiefen Einschnitt verkraften: Keith Flint starb im Alter von 49 Jahren. Seine Stimme und vor allem seine extreme Bühnenpräsenz waren mehr als zwei Jahrzehnte eng mit The Prodigy verbunden. Nach einer längeren Pause entschieden Liam Howlett und Maxim, die Band fortzuführen. Bei der Deutschlandtour 2023 blieb Flint Teil des Konzerts: Bei „Firestarter“ wurde sein Bild auf die Leinwände projiziert und seine Stimme eingespielt. Im Mittelpunkt der heutigen Liveshows stehen Liam Howlett und Maxim. Gerade Maxim übernimmt auf der Bühne einen großen Teil der Rolle des Frontmanns. Unterstützt werden beide von Gitarrist Rob Holliday und Schlagzeuger Leo Crabtree.
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Foto: The Prodigy

