Stadtperle: Spaniens Geheimtipp Valencia

In Valencia spaziert man beim Duft von ­Orangen durch 2000 Jahre Geschichte. Doch die Stadt ist auch in der ­Zukunft ­angekommen.

Text: Dorothee Fauth

Jeden Donnerstag um zwölf Uhr wird in Valencia die Zeit zum Leben erweckt, zu der die Mauren über die Metropole herrschten: Acht Männer in schwarzen Kitteln sitzen im Halbkreis vor der Kathedrale. Sie bilden das Wassergericht, das seit mehr als 1000 Jahren bei Streitigkeiten der Bauern über die Bewässerung ihrer Felder Recht spricht. Es ist das älteste Tribunal Europas – und immaterielles Kulturerbe der Menschheit.

Was für ein Auftakt für die Entdeckung der vielleicht am meisten unterschätzten Stadt Spaniens! In ihrer mehr als 2000-jährigen Geschichte haben viele Kulturen Spuren hinterlassen. So steht die Kathedrale auf einem römischen Tempel, der später auch zur Moschee umgewandelt wurde. Sie bewahrt angeblich den Heiligen Kelch vom letzten Abendmahl Jesu auf. Es ist ein Vergnügen, sich im Altstadtviertel El Carmen mit seinem Labyrinth aus gepflasterten Gassen zu verlieren, wo sich im Laufe des Tages die Cafés füllen. Für einen typisch valencianischen Snack wäre jetzt der richtige Zeitpunkt: eine Horchata (Erdmandelmilch), zu der man Fartóns, ein warmes Hefegebäck, isst.

Die Seidenbörse ist ein echtes Juwel

Auf Schritt und Tritt schnürt Valencia für seine Besucher ein Paket aus vergangenen Zeiten und spanischem Lebensgefühl. Ein Juwel der Stadt ist die Seidenbörse. Vor dem spätgotischen Bau mit seinen gekrönten Zinnen kann man sich gut Karawanen von Kamelen vorstellen, bepackt mit Seide aus dem Orient. Doch bereits damals kam die wertvolle Fracht übers Meer, und ­Valencia blühte als ein Zentrum der Seidenweberei auf.

Staunend steht man in der Halle mit den mächtigen ­geschraubten Säulen und atmet im ­Innenhof den Duft seiner Orangen­bäume. Gleich gegenüber feiert der Mercado Central, die riesige Jugendstil­markthalle, ein Fest der Sinne. Unter arabesken Stahlträgern stapeln sich die Köstlichkeiten des Südens. Und ­sicher köchelt irgendwo das bekannteste Gericht Valencias: eine traditionelle Paella aus Reis, Huhn, Kaninchen und Bohnen. Die heben wir uns jedoch für den Abend auf – nach einem Bad im Meer, das nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt ist, oder nach einem Spaziergang über kilometerlange, feinsandige Strände.

Die Stadt der Künste und Wissenschaften – ein Werk des Architekten Santiago Calatrava. Foto: Adobe Stock

Valencia hat auch die Zukunft im Blick

Valencia erstarrt nicht in seiner Vergangenheit. Zwei Namen stehen für die jüngsten Veränderungen: Turia und Calatrava. Der Fluss Turia hatte die Stadt im Oktober 1957 derart verwüstet, dass er umgeleitet wurde. Sein altes Bett schlängelt sich nun als neun Kilometer langer Park mit Palmen und Orangenbäumen, Teichen, Sportplätzen und Gärten mitten durch die Metro­pole. Der perfekte Ort für eine Siesta oder eine kleine Fahrradtour.

Richtung Mittelmeer führt die Strecke direkt in die futuristische Stadt der Künste und der Wissenschaften. Sie ist zum großen Teil ein Werk des Architekten Santiago Calatrava, der aus Valencia stammt. Wie monumentale Skulpturen wirken die gleißend weißen Gebäude mit ihren geschwungenen Formen. In einem befindet sich das größte Aquarium Europas. Valencia, diese Stadt aus Orangenduft, Meeresbrise, alter Geschichte und Lebensfreude, ist in der Zukunft angekommen.

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